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Astronomen entdecken ersten grünen Stern: Kosmischer Zombie

Astronomen entdecken erstmals einen grün leuchtenden Stern. Der Weiße Zwerg strahlt grün, weil Natrium in seiner Atmosphäre oranges Licht schluckt.

Space (www.space.com)

Zusammenfassung: Astronomen haben erstmals einen Stern entdeckt, der im Universum grün leuchtet. Dieser „kosmische Zombie“ – eigentlich ein Weißer Zwerg – verströmt ein gespenstisches grünes Licht, weil Natrium in seiner Atmosphäre das orange Licht absorbiert. Die Entdeckung zeigt, dass Weiße Zwerge nicht nur weiß leuchten, sondern auch in Farben wie Rosa, Cyan, Gelb und Violett erstrahlen können.

Was verrät die Farbe der Sterne eigentlich?

Die Farbe von Sternen dient Astronomen seit Jahrhunderten als eine Art Thermometer. Kalte Sterne leuchten orange, Sterne wie unsere Sonne weiß, und die heißesten strahlen in einem blassen Blau.

Das ähnelt dem Eisen in der Esse eines Schmieds, das erst rot, dann orange und schließlich weißglühend leuchtet. Die Farbe gilt also als direkter Ausdruck der Temperatur.

Doch eine neue Studie bringt diese vertraute Regel ins Wanken. Man ging davon aus, dass Weiße Zwerge derselben Regel folgen – bis jetzt. Forschende haben gezeigt, dass diese Sternleichen in einer Vielzahl von Farben leuchten können, darunter Grün, Rosa, Cyan, Gelb und Violett.

Das Universum könnte also weit bunter sein, als wir dachten.

Was ist ein kosmischer Zombie und warum leuchtet er grün?

Weiße Zwerge sind die dichten Kerne, die zurückbleiben, wenn Sterne wie unsere Sonne ihren Brennstoff verbraucht haben und sterben. Diese Objekte, die den Großteil ihrer Masse nach außen geschleudert haben, erzeugen keine Kernfusion mehr.

Sie kühlen nur noch langsam ab. Deshalb nennen Astronomen sie „Sternleichen“ oder bildlich „kosmische Zombies“.

Doch warum leuchtet dieser Zombie grün? Die Antwort liegt im Natrium seiner Atmosphäre. Weil Natrium das orange Licht absorbiert, bleibt ein gespenstischer grüner Schimmer übrig.

„Die Natriumspuren in der Atmosphäre dieses Weißen Zwergs absorbieren den orangen Teil des Spektrums und hinterlassen einen gespenstischen grünen Schimmer.“

Der Stern selbst ist also nicht wirklich „grün“. Weil der orange Anteil des Lichts auf dem Weg zu uns verschluckt wird, bleibt als Restfarbe Grün übrig. Das ähnelt einem Filter, der bestimmte Farben in einem Foto herausfiltert.

Aus der Redaktion: Ehrlich gesagt hat mich diese Nachricht zum Schmunzeln gebracht und zugleich zum Nachdenken. Diese simple Regel, die wir jahrelang gelernt haben – „schau auf die Farbe des Sterns, dann kennst du seine Temperatur“ – könnte wegen einer Prise Natrium über den Haufen geworfen werden. Was mich aber wirklich begeistert: Wenn es am Himmel grüne, rosa und violette Sterne gibt und wir sie gerade erst entdecken, dann ist das ein weiterer Beweis dafür, wie wenig wir über das Universum wissen. Es fühlt sich an wie ein neugieriges Kind, das zum ersten Mal in den Himmel schaut und fragt: „Was gibt es da noch?“

Häufig gestellte Fragen

Leuchtet der erste grüne Stern wirklich grün?

Nicht direkt. Der Stern selbst ist ein Weißer Zwerg. Weil das Natrium in seiner Atmosphäre den orangen Teil des Lichts absorbiert, erscheint das Licht, das uns erreicht, grün.

Warum wird ein Weißer Zwerg als „kosmischer Zombie“ bezeichnet?

Weil Weiße Zwerge die zurückgebliebenen Kerne von Sternen sind, die ihren Brennstoff verbraucht haben und gestorben sind. Sie erzeugen keine Energie mehr, sondern kühlen nur noch langsam ab. Deshalb wird die Zombie-Metapher verwendet – im Sinne von „tot, aber leuchtet noch“.

Warum ist diese Entdeckung für die Astronomie bedeutsam?

Weil sie unsere Gewohnheit erschüttert, die Sternfarbe als Maß für die Temperatur zu nutzen. Wenn Weiße Zwerge in unerwarteten Farben leuchten können, müssen unsere Schätzungen von Temperatur und Alter möglicherweise neu bewertet werden.

YAZAR
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